MULTICHINE 28

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Thanks to Thies and Kicki from yacht Wanderer II

Dieses Design bietet dem Amateurbootsbauer eine attraktive und hochwertige Fahrtenyacht. Eine einfache Bauweise ist oberstes Gebot, doch das Endprodukt ist weitaus mehr als ein nur leicht zu bauendes Boot. Mit der optimalen Nutzung ihres Innenraumes misst sich die Multichine 28 in puncto Komfort leicht mit weitaus groesseren Booten.

In einer privaten Achterkabine mit reichlich Stauraum und breiter, gut proportionierter Doppelkoje, besteht Steh- und, am Sitz, Sitzhoehe. Oeffnungen im Spiegel und zur Cockpit sorgen fuer gute Lichtverhaeltnisse und Ventilation. Steuerbords befindet sich ein gerauemiges Bad mit Toilette und Waschbecken. Hinter beiden, durchs Bad zugaenglich, ist reichlich und guter Stauraum. Ein Spind fuer die Gasflasche samt Abfluss durch den Spiegel ist der einzige, vom Cokpit zugaenglichen Bereich.

Die grosszuegige Pantry gibt dem Koch weitflaechigen Arbeitsraum und erlaubt dennoch, ohne Behinderung des Kochs, einen problemlosen, freien Zugang zur Hauptluke. Zwei rostfreie Spuelbecken, Eisfach und reichlich Stauraum fuer Kuechenutensilien wie Verpflegung sind aeusserst zugaenglich und gut zu bedienen waehrend Seepassagen, unter stilleren Lebensbedingungen vor Anker oder in der Marina.

Steuerbords, gegenueber von der Pantry, befindet sich der Kartentisch mit Navigationsecke. Der Navigator nutzt den achteren Platz der U-foermigen Sitzecke und schaut nach achtern. Die Sitzecke umgibt einen doppelt faltbaren Tisch in deren Mitte. Vor dem Tisch, im Vorschiff und bis zum Kollisionsschott, kommen die Sitze zu einer zweiten, exzellenten Doppelkoje zusammen. Ein Vorhang trennt, sofern erwuenscht, diese Vorkoje vom Rest der Sitzecke. Eine Luke ueber diesem Bereich sorgt fuer Ventilation fuer Sitzecke wie Koje.

Das Aeussere der Multichine 28 ist ansprechend, mit vielen praktischen Details und, trotz ihrer relativen Kuerze, mit Eleganz. Das kleine, flache Deckshaus ermoeglicht ein sauberes Vordeck mit Platz fuer ein festes Dinghy, ohne dass dieses dabei die Deckarbeit bedeutend behindern wuerde.

Das Cockpit ist gross genug, um in warmen Naechten als extra Doppelkoje verwendet werden zu koennen. Vorrausgesetzt, man hebt die Cockpitgraeting bis in Hohe der Sitze an und breitet eine dafuer eigens gefertigte Schaumstoffmatratze ueber die gesamte Flaeche.

Das vertikale Spiegelheck, mit haengendem Ruder als einfachste, preisguenstigste und beste Loesung, fuegt sich in die Schoenheit des Designs.

Die prinzipielle Bauweise und Konstruktion der Multichine 28 ist einfach. Als erstes werden Halbschotts aus Sperrholzplatten gesaegt, und zwar entsprechend der in voller Groesse und im Masstab 1:1 gelieferten Sektionsplaene. Um diese Spanten oder, besser, Schotts aus Sperrholz werden nun die Laengsstringer gezogen, gefolgt von der genagelten und mit Epoxidharz verklebten Sperrholzbeplankung. Zu allerletzt sorgt eine dicke Glasfiberbemattung ueber dem gesamten Rumpf und Deck fuer ein absolut wasserdichtes und ungewoehnlich starkes und solides Boot.

Baudetails von besonderem Interesse fuer den Amateurbootsbauer sind: die integrierten Diesel- und Wassertanks, das vertikale Heck, das Skeg als preisguenstigste Methode fuer die Wellendurchfuehrung. Dann der knollenfoermige Finkiel mit seiner ebenen Unterflaeche, auf der das Boot mit Seitenunterstuetzung stehen kann. Uebrigens eine sehr wuenschenswerte Eigenschaft, da in jedem Tidengewaesser eventuelle Reparaturen oder Malarbeiten am Unterwasserschiff am Strand ausgefuehrt werden koennen.

So einfach sie auch konstruiert sein mag, die Multichine 28 ist ein wunderschoenes Boot mit grossem, wohlueberlegtem Komfort auf vergleichsweiser geringer Laenge. Die Soliditaet ihrer Bauweise und die Eingabe hoechster Seemannschaft in ihren Entwurf laesst sie zur ersten und besten Wahl fuer jeden werden, der ein ausgezeichnetes Boot zur Fahrtensegelei sucht. Ein sehr sportliches zudem. Und all das zu einem bescheidenen Budget.




Roberto Barros Yacht Design